Der Tuba Baum

Vier französische Tubisten: Philippe Wendling, Patrick Couttet, Philippe Gallet und Olivier Galmant zeigen als Miraphone Tuba Quartett, wozu das oftmals zu wenig gewürdigte Instrument fähig ist.

Seit vierzehn Jahren geben die Künstler Konzerte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und den USA. Dabei haben sie sich als Quartett einen exzellenten Ruf verschafft, der selbst Kenner der Blechblasmusik in Erstaunen versetzt.

 

Die Wege der vier Musiker kreuzten sich schon mehrmals während ihrer Ausbildung, doch erst 1993 lernten sie sich auf der Nationalen Musikhochschule Paris pers önlich und musikalisch besser kennen.


Vier Tuben sind keine übliche Formation für ein Ensemble, trotzdem wollen die Musiker zeigen, dass man auch mit diesen Instrumenten ein unterhaltsames Repertoire bieten kann.


Die ersten Monate verbrachten wir damit, nach geeigneten Arrangements zu suchen, die weniger den schweren Charakter der Instrumente als vielmehr ihren Varianten-Reichtum unterstreichen, erinnert sich Philippe Wendling. Die Suche erwies sich als derartig erfolgreich, dass das Quartett den Schritt in die Öffentlichkeit wagte, ohne sich jedoch selbst zu ernst zu nehmen. Aus diesem Grund fand das erste Konzert auch nicht in einer Konzerthalle, sondern zur Eröffnung eines Pariser Restaurants statt!

1995 besuchten Philippe Wendling und Patrick Couttet die Frankfurter Musikmesse, um die Euphonien verschiedener Hersteller zu testen, unter anderem die Modelle der Firma Miraphone.


Dort kamen die Musiker mit dem Geschäftsführer der Miraphone e.G., Rudolf Schott, ins Gespräch, der das Quartett zu einer Firmenbesichtigung nach Waldkraiburg einlud. Wir waren fasziniert, das erste Mal live verfolgen zu können, wie unsere Instrumente entstehen, und deshalb gaben wir als Dankeschön ein kleines Konzert vor der Belegschaft, erklärt Olivier Galmant.


Ein Konzert mit Folgen, denn Miraphone unterbreitete den Musikern überraschend ein Angebot für ein umfassendes Sponsoring.
Das war die Geburtsstunde des Miraphone Tuba Quartetts. Für so junge Musiker wie uns war dieses Angebot ein Traum, erzählt Philippe Wendling. Miraphone stattete das Quartett mit neuen Instrumenten aus und sorgte für die nötige Werbung.
Die vier Künstler konnten nun mit neuen Mitteln ihr Ziel verfolgen: Die Bekanntheit von Tuba und Euphonium zu steigern um dem Publikum ein junges, spritziges Bild der Instrumente zu vermitteln.

Seitdem steht der Name Miraphone Tuba Quartett für ein Ensemble mit einem außergewöhnlich> breiten Repertoire und die Musiker Philippe Wendling, Patrick Couttet, Philippe Gallet und Olivier Galmant sind für ihre Meisterschaft auf den Instrumenten weltweit bekannt.

 

Das Repertoire des Quartetts erstreckt sich von Brückner bis Monti, von Andrew Lloyd Webber bis Paul Mc Cartney. Es ist ein erklärtes Ziel der Musiker, in ihrem Programm Klassik und Moderne zu verbinden und dadurch die Vielseitigkeit ihrer Instrumente zu unterstreichen.
Tuba und Euphonium stehen gleichermaßen der Klassik und dem Jazz nahe," erläutert
Philippe Gallet.


Auf seinen Konzerten überrascht das Miraphone Tuba Quartett durch ungewöhnliche Arrangements und die Fähigkeit, selbst technisch schwierige Stücke mit spürbarer Leichtigkeit vorzutragen. Die Intention ist, ein anspruchsvolles, aber immer unterhaltsames Programm zu liefern, das dem Publikum vermittelt, dass Tuba und Euphonium eine Berechtigung als Soloinstrumente haben.


Wir folgen keiner musikalischen Richtung. Die Hauptsache für uns ist der Klang und der Spass an der Musik, der die Zuschauer erreichen muß.